200 Räder ersetzen fossile Heizung

Die „Wiege der Windenergie“ – wie IG Windkraft-Anwältin Ursula Naher Oberösterreich es nennt, seit sich 1996 mit „Adam“ und „Eva“ die ersten Räder Österreichs im Innviertel zu drehen begannen – bremst nun diese alternative Energiegewinnung. Als es 2017 in Kraft trat, wurde kein einziges neues Rad zugelassen, und seither hat Oberösterreich 30 Anlagen unverändert beibehalten.

Die Abhängigkeit von russischem Gas mache deutlich, dass man sich jetzt “schnell Gedanken über die verfügbaren Ressourcen” im eigenen Land machen müsse. „Die Energiewende ist eine Lebensversicherung“, sagte Stefan Moedel, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Derzeit 30 Prozent erneuerbare Energie

Dies gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass der Anteil erneuerbarer Energien in Oberösterreich derzeit nur bei 30 Prozent liegt. Laut IG Windkraft ist dies der zweitschlechteste Wert nach Wien. Beim Stromverbrauch liegt der Anteil erneuerbarer Energien mit 68 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 75 Prozent.

Mit 200 neuen Windkraftanlagen – eine davon kostet rund sechs Millionen Euro – könnten jährlich drei Terawatt Strom erzeugt werden. „Jetzt geht es nur noch darum, den Wind zu nutzen“, warnte Geschäftsführer Joachim Beyer. Dazu müsse aber die Landespolitik den Hebel umlegen, der Masterplan müsse sich von einem „Präventionsinstrument hin zu einer mobilisierenden Kundgebung“ verschieben, so Naher. In der Regel weist dies keine geeigneten Bereiche aus.

EVN

Er kritisiert, dass das Genehmigungsverfahren zu langsam sei

Einer der Gründe ist das Naturschutzgesetz, das sich an das alte Bild der „Naturschutz-Käsenglocke“ anlehnt. Der Jurist kritisierte, dass es in erster Linie um Landschaftsschutz gehe und nicht um klimafreundliche Energien als Beitrag zum Naturschutz.

Die generelle Abstandsregel von 1.000 Metern zum Erreichen der Siedlung gilt als „überhöht“, da im Rahmen der Zustimmung ohnehin Einzelkontrollen durchgeführt werden. Laut Bayer ist es notwendig, das Zulassungsverfahren zu beschleunigen; Die Werkszulassung dauert derzeit fünf bis sieben Jahre. Die Windkraft AG hoffe nun, dass das Land seine Energiekrise überdenke und die Windkraft gemeinsam forciere, so der Vorstandsvorsitzende.

Grün: „unverzichtbar“

Unterstützung kommt erwartungsgemäß von den Grünen. Umweltminister Stefan Kinder sagte in einer Radiosendung, die Windenergie sei „ein unverzichtbares Puzzleteil im Gesamtbild, ohne das es nicht geht“. Die Schwarz-Blauen Oberösterreichs müssen auf die Experten hören, die „Windenergie-Aversion“ überwinden und den politischen Kurs der Offensive bestimmen. Er wies erneut darauf hin, dass in Oberösterreich derzeit nur zwei Prozent der 2.300 MW potenzieller Windenergie genutzt werden. Seine Partei will bis 2030 mindestens 100 neue Fabriken im Land.

ÖVP: Ausbau nur bestehender Anlagen

Aus Sicht der ÖVP wird es keine neuen Windkraftstandorte geben. Sie sagte in einer Radiosendung, dass die Anlagen nur dort gebaut würden, wo es bereits Windparks gibt. Windenergie sei eine „wichtige Ergänzung im Energiemix“, gebaut werde aber „im Einklang mit der Natur“. Clubpräsident Christian Dorville erklärte, Windenergie sei kein „Heilmittel für alle Krankheiten“. Betone oö. Regierungsprogramm mit der FPÖ, bis 2040 klimaneutral zu werden.

Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) verwies auf Oberösterreichs 84-prozentigen Anteil erneuerbarer Energie in der Produktion und betonte, dass jedes Bundesland den besten Energiemix für seinen Standort finden müsse. Durch die Erweiterung und Umrüstung bestehender Anlagen können Sie ganz andere Mengen produzieren, bis zum Drei- bis Vierfachen der aktuellen Menge. Und Oberösterreich habe “ein Drittel weniger Wind” als ein flaches Land wie das Burgenland. Energie-AG-Geschäftsführer Werner Steinecker erklärte, das Problem bei Wind und PV seien die engen Zeitfenster für die Überproduktion und die Speicherung der Energie.

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