8,6 % der Todesfälle aufgrund einer übermäßigen Cholesterinaufnahme


IHS-Studie: Mehr als 8 Prozent der Todesfälle sind auf zu viel Cholesterin zurückzuführen.
© APA / Barbara Gindl (Avatar)

Eine Studie des Instituts für Graduiertenstudien (IHS) kam zu dem Ergebnis, dass 8,6 % der Todesfälle in Österreich auf zu viel Cholesterin zurückzuführen sind.

Die Österreicher haben ein großes Problem mit ihren Blutfettwerten. Zu viel Cholesterin ist für 8,6 Prozent aller Todesfälle und 28 Prozent der kardiovaskulären Todesfälle verantwortlich. Jährliche direkte und indirekte Kosten: 1,166 Milliarden Euro. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) in Wien. Die Daten wurden am Donnerstag auf einer Pressekonferenz präsentiert.

Zu viel Cholesterin ist nicht hinter einem kleinen Prozentsatz von Todesfällen

Mit Unterstützung des Pharmakonzerns Novartis haben die IHS-Gesundheitsökonomen Thomas Szybionka, Myriam Reis und Stephanie Ritzinger erstmals die volkswirtschaftlichen Kosten der sogenannten Hypercholesterinämie in Österreich berechnet. Hohe Blutfettwerte, insbesondere das schlechte LDL-Cholesterin, sind neben Rauchen und Bluthochdruck die wichtigsten Risikofaktoren für Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und in der Folge für Herzinfarkt, Schlaganfall etc.

Der Nachteil, so Chebunka. Repräsentative Daten aus Österreich zur Hypercholesterinämie aus Reihenlaboruntersuchungen liegen nicht vor. “Wir mussten zurück nach Deutschland.” Es gibt Informationen zu Statinverordnungen, demografischen Daten, Todesursachenstatistiken usw.

Hohe Blutfettwerte und Sterblichkeit

Die Berechnungen der Gesundheitsökonomen zeigten jedenfalls für Österreich sehr fragwürdige Fakten. Während man davon ausgeht, dass der Anteil hoher Blutfettwerte als Todesursache weltweit bei 7,7 Prozent liegt, sind es in Österreich 8,6 Prozent. Dies ist auf das hohe Durchschnittsalter der österreichischen Bevölkerung zurückzuführen.

Daher sollten Menschen mit geringem Risiko weniger als 115 Milligramm LDL-Cholesterin pro Deziliter Blut haben. Menschen mit hohem Risiko (wie Raucher, Menschen mit Diabetes und Bluthochdruck) sollten in einem Labortest weniger als 70 Milligramm LDL-Cholesterin haben. Andererseits sollten besonders gefährdete Personen (z. B. nach einem ersten Herzinfarkt etc.) nicht mehr als 55 Milligramm LDL pro Deziliter haben. Das Gesamtcholesterin sollte im Allgemeinen weniger als 190 Milligramm pro Deziliter Blut betragen. Für jede medikamentöse Therapie gibt es seit Jahrzehnten hochwirksame und gut verträgliche Medikamente (z. B. Statine).

Gesamtcholesterin: Nicht alle erreichten die Zielwerte

Allerdings werden in Österreich Zielwerte für das Gesamtcholesterin allein nur von 74 Prozent der Männer im Alter von 18-29 Jahren und 63 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe erreicht. Bei Männern sinkt dieser Anteil bis zum 80. Lebensjahr auf 43 bis 46 Prozent, bei Frauen sind es zwischen 30 und 44 Jahren noch 57 Prozent, danach deutlich unter 40 Prozent.

Dies bedeutet, dass etwa 166.000 Frauen über 40 Jahren ein maximales Risiko haben, aufgrund einer Hypercholesterinämie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln. Laut Czypionka gibt es in dieser Altersgruppe etwa 172.000 Männer. Rechnet man die Personen mit hohem Risiko hinzu, sind etwa 1,164 Millionen Menschen betroffen. “15 Prozent der Bevölkerung haben ein sehr hohes oder sehr hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.”

Krankheiten, die durch hohen Cholesterinspiegel verursacht werden: Die Kosten

Dies hat erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen: Die direkten medizinischen Kosten von Krankheiten, die durch Hypercholesterinämie verursacht werden, betragen jährlich 834,7 Millionen Euro oder 2,35 Prozent der laufenden Gesundheitsausgaben ohne Langzeitpflege. Hinzu kommen 28,3 Millionen Euro an nichtärztlichen Direktkosten (Krankengeld, Pflege, Invalidenrente etc.). Die indirekten Kosten (Krankheit, Invalidität, vorzeitiger Tod etc.) betragen 303,2 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt summiert sich das auf 1.166,2 Milliarden Euro – davon 1,6 Prozent Pflege- und 4,6 Prozent Invalidenrente pro Jahr.

Achten Sie auf hohe Blutfettwerte

Die Gegenmaßnahmen, also die Überprüfung auf erhöhte Blutfettwerte mit einem einfachen Labortest, einer entsprechenden Behandlung und Änderungen des Lebensstils (Ernährung und Bewegung), werden sich laut Czypionka sicherlich auszahlen: „Man kann viel Leid und Kosten ersparen. ” Wichtig ist vor allem eine wirksame medikamentöse Behandlung eines zu hohen Cholesterinspiegels, denn nur zu fünf bis zehn Prozent lässt sich das Problem durch Bewegung und Ernährung beeinflussen.

Laut Berechnungen könnte die österreichische Wirtschaft allein durch eine Reduzierung des zu hohen Gehalts an schlechtem Cholesterin (LDL) um 50 Prozent in der Risikogruppe jährliche Kosteneinsparungen von 360 Millionen Euro erzielen. Gelingt dies auch für die am stärksten Gefährdeten, kommen weitere 131 Millionen Euro hinzu.

window.fbAsyncInit = function() {
FB.init({
appId : ‘177933725550861’,
xfbml : true,
version : ‘v4.0’
});

$( window ).trigger( ‘rmFacebookLoaded’ );
var facebookLoadedEvent = document.createEvent(‘CustomEvent’);
facebookLoadedEvent.initCustomEvent(‘rmFacebookLoaded’, true, true);
document.dispatchEvent(facebookLoadedEvent);

};

(function(d, s, id){
var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
if (d.getElementById(id)) {return;}
js = d.createElement(s); js.id = id;
js.dataset.provider=”facebook”;
js.dataset.src = ”
js.dataset.vodlConsentRequired = 1;
fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
}(document, ‘script’, ‘facebook-jssdk’));

Leave a Comment

%d bloggers like this: