Deshalb 84.000 neue Mitarbeiter bei Dornbirner Bakker – Vorarlberger Nachrichten

Dornbirn „Wir wollen zeigen, dass Tierschutz bei Ulls ernst genommen wird“, sagt Florian Ulls mit Nachhaltigkeitsdirektorin Doris Wendell und erklärt, wie sich Bäcker das vorstellen. Statt Strategien anzubieten, handelt der Backwarenhersteller. Nun wendet sich das Unternehmen einer anderen Komponente zu. Während im vergangenen Jahr bei allen schokoladenhaltigen Produkten auf fair gehandelten Kakao umgestellt wurde, sind es nun Eier. 25 Millionen davon benötigt Ölz jedes Jahr für die Produktion. Und seit 2009 werden nur noch Eier aus Bodenhaltung verwendet. Das reicht dem Familienunternehmen nicht, das sich „schon als der Trend außer Reichweite war“ der Nachhaltigkeit verschrieben hat.

Nach zweijähriger Vorbereitung werden ab sofort nur noch Eier aus Freilandhaltung verwendet. Begleitet wurde der Wechsel laut Ohls nicht nur von irgendjemandem, sondern auch von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten, die das Unternehmen bei der Umstellung auf die Stallhaltung mit Rat und Tat begleitet hat. Eier sind durchgehend agroVet-zertifiziert, die höchsten in der Branche. Angesichts der nachgefragten Menge sei klar, dass nicht alle Eier aus Freilandhaltung aus Österreich stammen, weshalb für dieses Projekt Lieferanten „um den Kirchturm herum“ und ausschließlich in der EU gewonnen wurden, erklärt Wendel.

„Wo immer es um Eier aus Freilandhaltung geht, sind in unseren Produkten auch Eier aus Freilandhaltung enthalten.“

Florian Ulls, Geschäftsführer, Ulls Baker

Um die unglaubliche Menge von 25 Millionen Eiern zu erhalten, werden rund 84.000 Freilandhühner exklusiv für das Unternehmen mit einer standardmäßigen Legeleistung von 300 Eiern pro Jahr arbeiten. In zwei Werken in Dornbirn wurde die Produktion bereits in eine Überseeproduktion verlagert, die restlichen zehn Prozent sollen bis 2024 umgesetzt werden und betreffen Österreichs Backwaren-Lieferanten Nummer eins. „Wir müssen unseren Partnern einen Zeithorizont geben“, erklärt Olz und nennt als Beispiel die in Frankreich produzierte Madeleine. Produkte mit Eiern aus Freilandhaltung sind an einem Etikett auf der Verpackung zu erkennen, denn „Nachhaltigkeit bedeutet auch, dass die bisherigen Verpackungen ausgeschöpft sind“, sagt Wendell.

Der Familienbetrieb, der sich der Vergangenheit, vor allem aber der nächsten Generation verbunden fühlt, ist mit seinen Eiern aus Freilandhaltung wieder europaweit führend in der Branche. Eine solche Initiative sorgt nicht nur für Aufsehen, sondern dient auch als Vorbild für Wettbewerber, um nachzuziehen. „Das würde uns freuen“, sagt Wendell. Eier sind eines der wichtigsten Produkte beim Backen, insbesondere im Süßwarenbereich. Bei Marmorkuchen liegt der Anteil bei 23 Prozent, bei hefehaltigen Backwaren liegt der Anteil noch zwischen fünf und sechs Prozent. Eier, die “Tieren ausgesetzt” sind, sollten den Preis nicht beeinflussen. „In der Vergangenheit war der Preis zwischen Falt- und Freilandhaltung enorm“, sagt Ols, aber in den letzten Jahren haben sich Angebots- und Preisturbulenzen angenähert, weshalb die Differenz nicht im Preis enthalten ist. Allerdings werden auch die 100 Dauerprodukte und rund 30 Saisonprodukte teurer. Explosion der Energiekosten und massive Erhöhungen der Getreidepreise sind Themen, bei denen Ölz nicht haltmacht.

Zurück zur Nachhaltigkeit: Dornbirn, 1938 von Rudolf Ölz gegründet, ist seit 2005 Mitglied im Energieverbund und ist derzeit eines von zehn Unternehmen in Österreich, die sich verpflichtet haben, bis 2030 50 % ihrer Energie einzusparen, so der Vertreter , man ist nachhaltig auf ganzer Linie , das gilt ökologisch, sozial und ökonomisch, erklärt Wendel und verweist auf die Arbeitsplätze, den Primärverbrauch und alternative Energien am neuen Werk Wallenmahd in Dornbirn, das kurz vor der Fertigstellung steht.

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