Die ÖFB-U19 verpasste nach dem 2:4 gegen Israel das EM-Halbfinale

Bei der U19-Europameisterschaft in der Slowakei erlitten die österreichischen Fußballer einen herben Rückschlag. Die ÖFB-Junioren verloren am Mittwoch im Hronom Club gegen Israel 2:4 (1:2) und sind nach zwei Gruppenspielen noch ohne Punkte. Die Tore von Addis Jasic (24.) und Youssef Demir (76.) reichten nicht. Das Halbfinale ist bereits schwer zu fassen. Das verbleibende Ziel des ÖFB ist ein Playoff zwischen zwei Gruppendritten um einen Platz bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft in Indonesien.

„Wir haben uns das Spiel selbst verdorben“, sagte Martin Scherb, Chef der österreichischen U-19 im ORF. “Wir haben die Schärfe zu spät auf den Platz gebracht. Es ist uns nicht gelungen, Israels Rhythmus zu stören, ihn zu brechen. Als wir bereit waren, weiterzumachen, hat es funktioniert.” Nachdem Demir zum 4:2 traf, ergaben sich sehr gute Chancen. Das Team hat wirklich an sich geglaubt, aber es war zu spät.“

Sherp nahm im Vergleich zum 0:2 gegen den Favoriten England drei Änderungen in der Startelf vor. Beide Positionen wurden wieder voll besetzt. Salzburgs Justin O’Morigi, der Österreicher Florian Fustinger und LASK-Stürmer Dominic Wexelbrown rückten ins Team, Jesic kehrte aus der Mitte rechts in die Abwehr zurück.

Omorigi (Vierter) rettete die erste Großchance der Israelis, kam aber eine Minute später im Kopfballduell zu spät und erzielte tatsächlich das ÖFB-Tor. Nach einer Flanke von Ariel Lugasi ging ein Kopfball von Tay Abd über eine lange Ecke. Die Österreicher hatten bei 28 Grad und Sonnenschein den meisten Ballbesitz, aber das torgefährlichste Team waren die Israelis. Lugasis Schuss landete im Außennetz (19.), auf der Gegenseite klopfte zunächst nur Weixelbraun aus der Distanz (13.).

Im Angriff verhielten sich die Österreicher sehr zweideutig, doch Jacek gelang nach einem Einwurf der Ausgleich. Wydads Talent versenkt den Ball aus der Strafraumecke. Eine schnelle Hoffnung Demir machte den israelischen Torhüter Tomer Zhafati mit einem Kopfballversuch wütend. Für Jasic war es bereits das vierte Tor in der U19-Nationalmannschaft.

Unmittelbar nach Demirs Dribbling geriet die ÖFB-Auswahl, da der Abschluss einfach nicht ganz stimmte, erneut in Rückstand: Die Israelis nutzten einen Ballverlust von Leopold Kouerfeld in einer ihrer Umschaltpositionen, wovor Scherb ausdrücklich warnte. Oscar Gloch bediente Lugasi, der ungefährdet traf (29. Minute). Rette meinen Kopfball von Wustinger (45+1).

Nach dem Seitenwechsel hatte Querfeld schließlich Pech: Rapid-Verteidiger Roy Revivo ließ er im Strafraum fallen, Israel-Kapitän Ilay Madmon (52.) schickte den nächsten Elfmeter. Zwei Minuten später zog Glush nach: Nach einem Mittelfußpass von Abed umrundete der Spielmacher den österreichischen Torhüter Elias Scherf und schob den Ball gezielt ins Netz. „Wir haben den Konter nicht gut verteidigt“, kritisierte er Sherp.

Auch Israel verpasste durch Abed die Chance auf den fünften Treffer (63.), auf der anderen Seite hielt der eingewechselte Jacob Nollmüller die Sache auf Trab. Richtig gefährlich wurden die Österreicher erst, nachdem Demir sich von seiner Seite zeigte und einen Freistoß ins rechte Flankeneck zum 2:4 hämmerte, die ÖFB-Elf entschied alleine den Sechzehner der Israelis, doch sie brachten den Ball nicht ins Tor . Knollmüller vergab seine beste Chance (80.). Sherp: „Wenn er 4:3 trifft, verlieren wir das Match nicht zu 100 %.“

Die Österreicher treffen nun am Samstag (20 Uhr / live oder RF Sport+) in Banska Bystrica auf Serbien, um ihre letzte Chance auf den dritten Gruppenplatz zu bekommen. Selbst um dieses minimale Ziel erreichen zu können, müssen die ÖFB-Nachkommen am Mittwochabend gegen die Serben noch England unterstützen. Sie retteten in der Verlängerung einen 2:2-Sieg gegen Israel und lagen bei einem Remis in den Playoffs definitiv vor Österreich.

Es hätte sicherlich ein besserer Start sein können. „Es ist unsere Schuld, und niemand sonst ist verantwortlich“, betonte Sherp. Das sei im Grunde sein Job, sagte der ehemalige Trainer von St. Pölten & Altaic. “Die Spieler haben alles gegeben, was sie konnten, vielleicht haben wir sie falsch aufgestellt oder wir haben sie falsch eingestellt.”

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