FINA-Schwimmmeisterschaften: Olympiasieger Willbrook gewinnt Silbermedaille

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Nervenkitzel über 800 m – Olympiasieger Willbrook gewinnt Silber bei Weltmeisterschaften

Stand: 19:05 Uhr

Erste Chance, erstes Edelmetall: Florian Willbrook schwimmt zu Silber

Erste Chance, erstes Edelmetall: Florian Willbrook schwimmt zu Silber

Was: Reuters

Zunächst sah es so aus, als würde er ohne Medaille dastehen, am Ende reichte Florian Willbrook fast zum WM-Titel: Der 24-Jährige schwimmt in einem turbulenten über 800 m Freistil zu Silber und stellt damit einen Rekord auf.

DRSein beeindruckendes Gleiten, seine langen Schläge, diese scheinbare Wendigkeit im Wasser – alles andere, was Olympiasieger Florian Willbrook ausmacht, fehlt am Ende der ersten Hälfte des WM-Rennens in Budapest ein wenig. 800 Meter Freistil, Willbrook Vierter. Als sein Trainingspartner, der Ukrainer Mikhailo Romanchuk, den Turbo zündet, kann der gebürtige Magdeburger nicht folgen. niemand kann.

Nach 700 Metern sieht Romanchuk immer noch wie der Sieger aus. Aber seine Insassen sind erschöpft: der Amerikaner Bobby Fink, Olympiasieger auf dieser Distanz, der Italiener Gregorio Paltrinieri, olympischer Silbermedaillengewinner, und Willbrook. Der 24-jährige Deutsche wirkt stärker, teilt seine Kräfte gut ein und ist schnell unterwegs. Aber Finks Finish ist besser: Silber für Florian Willbrook hinter dem Amerikaner und knapp vor Romanchuk.

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Und das in einer hervorragenden Zeit: Willbrook holte in 7:39,63 Minuten (Finke 7:39,36) den deutschen Rekord zurück, den ihm zuletzt Vereinskollege Lukas Märtens noch weggeschnappt hatte. Martins, der am Samstag die Silbermedaille über 400 m Freistil gewonnen hatte, scheiterte überraschend in den Vorläufen – da hatte er aber schon einige Rennen bis auf die Knochen. Es wurde zerstört.

800 Meter aufgerüstet

Für Freiwasser-Olympiasieger Wellbrock ist es die erste Medaille bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen über 800 Meter. Der gebürtige Bremer, der sich bei der letzten WM Gold über 1.500 Meter im Becken und zehn Kilometer im Freiwasser sicherte, hat auf dieser Distanz noch eine offene Rechnung: Bei der letzten WM schied er überraschend in der Vorqualifikation aus . Und bei den Olympischen Spielen in Tokio verlor das Edelmetall knapp den vierten Platz.

Florian Willbrook, Bobby Fink und Michelo Romanchuk

In der Ehrenbrust: Florian Willbrook, Bobby Fink und Michelo Romanchuk

Was: Reuters

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Mit dem Drittplatzierten verbindet ihn jetzt eine besondere Freundschaft. Nach Rücksprache mit Trainer Berkhan holte Willbrook den Ukrainer aufgrund des Krieges in seiner Heimat in seine Trainingsgruppe. Aus den Teilnehmern wurden Freunde, die sich gegenseitig im täglichen Training ermutigten. “Wenn mich kein deutsches Team eingeladen hätte, wäre ich nicht hier”, sagt Romanchuk.

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Die WM ist in Deutschland nicht im Free-TV zu sehen. Die Titelkämpfe können Sie online auf „eurovisionsports.tv“ verfolgen.

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