Fluff Filter Mini #99 – Drei vergessene Metal-Schallplatten

Manchmal muss es ein kleiner Happen sein. FLUSENSIEB MINI bietet wenige Behandlungen für die Ohren oder schwer verdauliche Schwermetallpartikel – es hängt alles von der Person ab, die es genießt. Jedenfalls ist der berüchtigte Gang zum Kühlschrank schnell zur Hand (oder zu Ohr) – zumindest ist das umständliche Aufstehen von der Couch nicht mehr nötig. Viel Spaß mit den drei Aufnahmen, von denen fast niemand je gehört hat (noch nie gehört!) und eine letzte Chance haben, ihr zu gefallen.


Arctica Sonata – Die Abenteuer der Akustik – Band Eins

Mit „Acoustic Adventures – Volume One“ starten arktische Sonate Auf Audioreise. Einige ihrer Songs und solche, die den Hörer vielleicht überraschen, werden komplett neu interpretiert. Zumindest passt die letzte sehr dünne Produktion der Finnen zu dieser Palette, die leider bei den letzten beiden Studioalben ein großer Makel war. Einige Songs überraschen mit einer guten Portion Düsternis, wie der Opener „The Rest Of The Sun Belongs To Me“, andere klingen fast so ikonisch wie das Hochglanz-„Wolf And Raven“, das in puncto Tempo dem Original treu bleibt. Brauchte man in so einem Remake wirklich einen Song wie „Tallulah“ oder „Alone In Heaven“, der auch akustisch richtig klingt? Meistens nicht. Vielleicht lohnt es sich, den absoluten Hardcore-Fan aufzusuchen, aber ansonsten ist es blass und nicht unbedingt die spannendste Brücke zur Arbeit des nächsten Studios. (Sonate)


Balance – Epics (Wiederveröffentlichung)

Etwa 13 Jahre später war es das zweite Werk der sympathischen Gruppe Gleichgewicht Wunderschöne Neuauflage der Vinyl-Version und auch nach so langer Zeit hat sich das Werk bewährt. Was damals mit witzigen und gleichzeitig herrlich witzigen Melodien funktionierte, ist auch heute noch bestens geeignet, um den Pagan/Folk Metal Hörer zu erfreuen. Songs wie „Wurzelbert“ oder „Blut im Auge“ können als Klassiker gelten und das karibische „Unbesiegt“ begeistert mich noch heute. Der Sound ist zeitlos und die grandiosen Harmonien von Mastermind Rene Bertheum setzten auch 2022 Maßstäbe. EQUILIBRIUM konnten dieses Niveau damals nie wieder erreichen, wenn wir das neuste Werk von „Renegades“ außer Acht lassen, die mit ihrer Vielseitigkeit zu bestechen wussten. Es lebe die Sagas! (Sonate)


Korn – Messe

Mit einer Spielzeit von etwa einer halben Stunde und „nur“ neun Songs ist „Requiem“ vielleicht der kürzeste Mais Das Album, aber wie sie sagen, ist die Kürze von entscheidender Bedeutung. Requiem bietet eine gesunde Schieferplatte der Modernität und bleibt so nah am frühen Werk der Band wie jedes Album aus der jüngsten Periode der Diskographie. “The Forgotten” hat diese beklemmende, narkotische Stimme, die in den Strophen Ruhe ausstrahlt und in Bridge bzw. Refrain explodiert. „Let The Dark Do The Rest“ könnte auf „Issues“ oder „Follow The Leader“ stehen und sogar die gesamte Produktion scheint diese Alben zu lieben. „Lost In The Grandeur“ hat einen dramatischen Groove und spielt mit vielen Synthie-Sounds, wodurch die Gesamtkomposition abwechslungsreicher klingt. Trotz seiner kurzen Spielzeit ist „Requiem“ eine gelungene Hommage an die eigene Vergangenheit, ohne dabei verknallt zu sein. Nostalgie trifft 2022! (Sonate)


Mehr Flusenfilter!

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