Historischer Meistertitel: Wie die Nordmänner Österreich eroberten

Der Volleyball-Ball der Union Waldviertel dominiert die Saison per Post und sicher durch den Pokal-Sieg und den Meistertitel.

von Stefan Berndl

Wer im Waldviertel ein Anhänger der Nordmänner ist, hat nicht zwingend auch etwas mit den Wikingern am Hut. Viele von ihnen sind nur ein Fan der traditionellen Volleyballmannschaft. Die Union Waldviertel, die in der Zwettl-Session steht, war im letzten Jahr eine absolute Spitzenmannschaft und wurde komplett verdoppelt.

Wir wollen auch den Pokal gewinnen, aber am Sonntagabend gibt es auch die Top-Titel in der österreichischen Volleyball Liga zu sehen. Die driftenden Meister Aich/Dob schlüpften in der abschließenden Best-of-Seven-Serie chancenlos, die „Nordmänner“ stellten mit 4:0 auf. Das anstehende Spiel in Bleiburg gewannen die Niederösterreichcher nach einer Demonstration in der ersten Halbzeit und einem engen Match mit einem guten Ergebnis von 3:1.

Nachdem jahrelang in den heißen Volleys von Wien, Hypo Tirol und Aich/Dob die österreichische Volleyballlandschaft dominiert, gibt es auch einen kleinen Verein zwischen dem Waldbezirk Jäger zum Gejagten. In 36 Spielen in der Chemieliga muss sich das Team nur geschlagen geben. Und das, obwohl der Verein heuer national und international gleich in vier Bewerben am Start war und fast 60 Spiele absolvierte.

Sportliche Distanz

Eine Entscheidung muss der Klub gewesen sein. „Man muss beim Masters diese Bedingungen simulieren, dass man zwei Spiele hat, drei Spiele“, sagte Vereins-Manager Werner Hahn. Trotzdem galt es die richtige Balance zu finden. Auch in der parallel stattfindenden MEVZA (Central European Volleyball League) freut man sich auf die Konzentration auf die Chemie-Liga. „Im nachhinein hat sis das als richtig herausgestellt. Man muss da virklich Prioritäten setzen“, so Hahn.

Es seien einfach viele „Zähne, die anderen packen“, sagt Hahn. 2005 war der Ligastart in der höchsten Spielklasse, Frauen spielten in Arbesbach. Die Halle ist sehr klein oder klein, allerdings gibt es in Groß Gerungs auch keinen Außenbereich. 2015 spielte ein neuer Mann in der Sporthalle in Zwettl. Seitdem geht es nicht nur sportlich bergauf.

„Wir haben viele Mitglieder wie vor einem Jahr, wir haben auch viel Professionalität. Wir sind immer noch in der restlichen Liga“, sagte Hahn. Der nordische Markt ist auch offen für Social Media. Neben einem eigenen YouTube-Kanal, wo die Heimspiele live gestreamt werden, bietet man auch eine eigene App an. Dieser Hut war “1.000 Diätetiker”. Dazu sperrte man oft über 500 Zuschauer in die Zwettler Halle: “All the share and mashnamen, die we geschnürt haben, haben früchte dürfen.”

Ein Volleyball-Hype

Verein wächst, hat Erfolg und wird auch für die Politik und Sponsoren immer interessanter. “Wir sind im Bereich einer nicht zu übernehmenden Zahl.” Auch die Medienausstellung wird gestaltet. „Wir sind im Moment interessant und haben Spaß“, sagte Hahn. Trotzdem will der Verein auf dem Boden bleiben. Die Liga wird aus ihrer möglichen Dominanz wählen können, aber wir werden nicht sagen: “Ich fand es gut, aber die Volleyball-Landschaft lebt noch. Nur in Österreich ist zumindest die Region noch vorhanden.”

Das Waldviertel liegt im Ortsteil Nordmänner der Vormarsch. Die eigene Vision „österreichische Meistertitel in allen Bewerben“ zu erobern, wurde schneller erreicht, als sich das wohl viele erträumt hatte. Das historische Double ist perfekt. Und was war das? „Dann müssen wir neue Sachen lesen“, sagte Hahn.

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