Klimakrise: Österreichische Führungskräfte pessimistisch

Die Mehrheit der österreichischen Unternehmen glaubt nicht, dass die Klimaziele erreicht werden können. Das könnte die österreichische Wirtschaft bis 2070 rund 100 Milliarden Euro und 900.000 Arbeitsplätze kosten. Viele Unternehmen unterschätzen jedoch die volkswirtschaftlichen Risiken, die der Klimawandel für das eigene Geschäft mit sich bringt.

wer – was Surat Forschungsinstitut Vorstellungsgespräch im Auftrag von Deloitte Im April und Mai 2022 diskutierten mehr als 400 österreichische CEOs über Klimakrise und Nachhaltigkeit und das Ergebnis war ernüchternd: 72 Prozent der Befragten glaubten, dass die Menschheit das 1,5-Grad-Ziel nicht erreichen würde. Zwei Drittel glauben auch nicht, dass die österreichische Gesamtwirtschaft bis 2040 klimaneutral produzieren wird. Während Österreichs Landwirtschaft und Industrie bereits konkrete Gegenmaßnahmen ergreifen, hinkt der Dienstleistungssektor noch hinterher. So wendet man sich zu Netto-Null-Wirtschaft Wenn es gelingt, braucht es staatliche Förderung und Solidarität aller Akteure.

Österreichische Unternehmen zeichneten sich bislang durch einen ungebrochenen Optimismus aus. Das ist in den letzten Monaten verloren gegangen. Christoph Hofinger, Geschäftsführer von SORA, erklärt, dass die allermeisten von ihnen skeptisch in die Zukunft blicken. Etwa 4 von 10 österreichischen Unternehmen spüren bereits die direkten Auswirkungen des Klimawandels. „Besonders betroffen sind Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern – hier sind sich bereits 60 Prozent der Folgen bewusst“, sagt Hofinger.

Licht und Schatten in Unternehmen

Viele Unternehmen nehmen diese Entwicklungen ernst und versuchen, ihnen entgegenzuwirken. 41 Prozent der lokalen Unternehmen unternehmen bereits aktive Schritte zur Bekämpfung der Klimakrise. Die meisten von ihnen verfolgen zudem das Ziel, ihren Strombedarf mit erneuerbaren Energien zu decken und die benötigte Energie selbst zu produzieren.

Insbesondere in der österreichischen Landwirtschaft und Industrie besteht laut Umfrage ein hohes Problembewusstsein. In diesen Regionen wird die Bedrohung der Erderwärmung für private Unternehmen besonders häufig erkannt und konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen.

Dies sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass mehr als drei Viertel der heimischen Unternehmen keine oder nur geringe Auswirkungen des Klimawandels auf ihr Geschäftsmodell sehen und sich möglicherweise trügerisch sicher fühlen. „Viele kleine und mittelständische Unternehmen, insbesondere Dienstleister, unterschätzen nach wie vor die Gefahren des Klimawandels für ihr Geschäftsmodell“, sagt Alexander Keener. Das ist ein großes Risiko, denn zu diesen Unternehmen gehören viele Zulieferer der Branche. Werden diese Opfer des Klimawandels, hat das unmittelbare Auswirkungen auf große Industrieunternehmen und unsere Wirtschaft insgesamt.“

Die Klimakrise als Bedrohung oder Chance

Die Wirtschaftszahlen sind besorgniserregend: Laut Berechnungen von Deloitte könnte die Klimakrise – wenn keine Maßnahmen ergriffen werden – die österreichische Wirtschaft bis 2070 rund 100 Milliarden Euro und bis zu 900.000 Arbeitsplätze kosten. Alexander Keener, Partner bei Deloitte Österreich warnt: „Wenn wir nichts tun Wir werden hunderttausende Arbeitsplätze vernichten und unseren Wohlstand aufs Spiel setzen.”

Am anderen Ende des Spektrums steht ein umfassendes Paket gegen den Klimawandel. Das könnte Österreich einen Vorteil von bis zu 300 Milliarden Euro bringen. Deloitte-Experte: “Wenn die österreichische Wirtschaft auf eine CO2-neutrale Produktion umstellen kann, stellt dies langfristig eine große Chance dar. Damit die Umstellung jedoch gelingt, bedarf es stabiler Rahmenbedingungen und umfassender finanzieller Unterstützung durch den Staat. Die.” enge Allianz zwischen Politik und Wirtschaft ist das Gebot der Stunde.”

Die Notwendigkeit, Investitionen zu erleichtern

Unternehmen, die den Transformationsbedarf erkannt haben, fordern der Studie zufolge entsprechende regulatorische und steuerliche Anpassungen vom Staat. Sie wollen vor allem klimafreundliche Investitionen durch Verbrauchsoptionen, Subventionen und Boni sowie bezahlbare erneuerbare Energien abmildern. Förderprogramme sind für Unternehmen notwendig, aber nicht ausreichend. Alexander Keener kommt zu dem Schluss, dass die Sensibilisierung aller Beteiligten und das Aufzeigen von Lösungen für eine langfristige Transformation unerlässlich sind.

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