Luftrettung im Burgenland: Jetzt ist das Landesverwaltungsgericht an der Reihe

Nach dem Ausschreibungsverfahren stand für das Land Burgenland fest, dass die Martin Flugrettung GmbH zukünftig zwei Notarzthelikopter-Standorte im Burgenland betreiben wird. Der Unterausrüster ÖAMTC, der zuvor mit seinen Christophorus-Hubschraubern im Burgenland eingesetzt wurde, legte jedoch gegen den Ausgang des Schlichtungsverfahrens Berufung beim Landesverwaltungsgericht ein.

Burgenland. wie früher genannt Aus dem Vergabeverfahren ging die Martin Flügretung GmbH von Heli Austria in Salzburg als Sieger hervor. Im Nordburgenland wurde ein neuer Standort für einen Notarzthelikopter ausgeschrieben, aktueller Standort ist Oberwert.

Beanstandung „technische und rechtliche Punkte“

Aufgrund „technischer und rechtlicher Punkte“ im Erteilungsverfahren – so ein ÖAMTC-Sprecher vor dem APA – wird gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Nun ist das Landesverwaltungsgericht an der Reihe, das innerhalb von sechs Wochen entscheiden soll.

„Wir haben es richtig gemacht“

Anwalt Klaus Cassati, der den Kauf leitete, war nicht überrascht. “Eine solche Bitte um Überprüfung ist üblich. Aber der Fall wird zeigen, dass wir richtig damit umgegangen sind.”

“Es gibt keine politische Jury”

Cassati erläuterte Journalisten den genauen Ablauf des Vergabeverfahrens – von der Bekanntgabe im Amtsblatt der Europäischen Union über die Prüfung der Eignung und Zuverlässigkeit der Bewerber bis hin zum Ergebnis der Bewertung durch das Vergabekomitee. “Es war eine rein professionelle Jury, keine politische Jury”, sagt Cassati.

Schnellere Inbetriebnahme am Standort Nord

Ausschlaggebend für die Entscheidung gegen den ÖAMTC ist laut Casati neben dem Preiskriterium, dass Martin Flugrettung den Standort im Nordburgenland schneller betreiben kann. Bei den Kriterien für die Startzeit – „es hat aber nur wenige Sekunden gedauert“, so Casati – bewertete der ÖAMTC das Konzept Mensch und CO2-Verbrauch am besten.

Offenbar ist ihm das Air Rescue Team (Martin) voraus

Bei der Gewichtung einzelner Faktoren war der Preis mit 55 Prozent wichtiger als die Qualitätskriterien mit 45 Prozent. „Bei Ausschreibungen wird in der Regel zu 80 Prozent auf den Preis und zu 20 Prozent auf die Qualität gesetzt, aber bei diesem Verfahren haben wir uns besonders auf die Qualität konzentriert“, erklärt Cassati. Das Ergebnis fiel jedenfalls klar zugunsten des Martin Air Rescue Service aus. „Wir reden hier nicht von hauchdünn“, betonte Cassati.

Doskozil: „Ein objektives und transparentes Verfahren“

LH Hans Peter Doskozil betonte, dass ihm ein objektives und transparentes Vergabeverfahren wichtig sei. „Wir von der Landesregierung können und wollen nicht beeinflussen, wer das Vergabeverfahren gewinnt“, sagte Doskozil. Dabei betonte er, dass der jetzige Anbieter ÖAMTC stets ein verlässlicher Partner gewesen sei.

Vorfälle tauchten in den sozialen Medien auf

Zu Medienberichten über mehrere Vorfälle bei Heli Austria sagte Casati: „Das war kein Problem bei Vergabeverfahren. Dies erschien in den sozialen Medien. Soweit ich weiß, geht es hier weniger um Luftrettung als vielmehr um Frachtflüge – und diese waren es.“ nicht Gegenstand der Ausschreibung.
Bei der Durchführung des Tests wurden auch die Referenzen hinterfragt und auf Zuverlässigkeit geprüft. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen bereits Luftrettungsstandorte in Oberösterreich, Tirol und Salzburg. Cassati: „Wenn es in diesen drei Bundesländern problemlos funktioniert, warum funktioniert es dann hier im Burgenland nicht?“

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