Miroslav Kloses neuer Klub SCR Altach: Dauergast bei Dortmund und Kritik am Blitzball

Miroslav Klose (44) ist erstmals Cheftrainer eines Profiklubs – des österreichischen SCR Altach. Was gibt es über den Verein zu sagen?

Das neue Miroslav-Klose-Stadion heißt Cashpoint-Arena nach dem Hauptsponsor des SCR Altach, trägt aber traditionell den schöneren Namen Schnabelholz-Stadion. In vielen Bauabschnitten wurde es zuletzt auf rund 8.500 Sitzplätze erweitert und ist damit das neueste und größte Fußballstadion des Landes Vorarlberg.

Das Schnabelholz wird nicht nur vom SCR Altach, sondern vor allem in den Sommermonaten regelmäßig von großen internationalen Clubs genutzt. Schließlich sind Vorarlberg und Regionen in der angrenzenden Schweiz beliebte Trainingslager. Hier ist zum Beispiel Borussia Dortmund Stammgast, auch der BVB plant in diesem Sommer zwei Testspiele in Altach.

Abgesehen von diesen Sommerkicks wurde den am heimischen Fußball Interessierten ein Abstiegskampf geboten. Doch es scheint zu funktionieren: Als die Altacher am letzten Spieltag der vergangenen Saison den Klassenerhalt grandios feierten, war erstmals seit langem das komplette Stadion ausverkauft. Dann gab es einen ordentlichen Weltraumsturm mit Feuerwerk.

Klose in der Altach: Die Kommunikation erfolgte über Jochen Sauer

Tatsächlich hat Schnabelholz neben dem schönen Namen noch einen weiteren dicken Pluspunkt: Wem die Unterhaltung auf dem Platz nicht ausreicht, der kann als Zuschauer die bergige Natur oberhalb der Tribünen genießen. „Ich darf dort arbeiten, wo andere Urlaub machen“, erklärte Miroslav Klose in seiner offiziellen Vorstellung am Montag.

Apropos Urlaub: Damit war Klose gerade beschäftigt, als Altaş ihn anrief. „Der Anruf kam, als ich im Urlaub war und angefangen habe, mich mit dem Verein zu beschäftigen. Da wusste ich: Wir müssen uns treffen.“ Der Anruf kam übrigens durch den Nachwuchschef des FC Bayern München, Jochen Sauer, der den Sportdirektor der Altacher, Werner Graber, kennenlernte.

Nach seinem Karriereende im Jahr 2016 arbeitete Klose zunächst für die deutsche Nationalmannschaft im Trainerstab von Joachim Löw, bevor er bei seinem Ex-Klub Bayern München die U17-Mannschaft übernahm. In der Saison 2020/21 war er in der vergangenen Saison Assistent von Hansi Flick bei den arbeitslosen Profis.

Derbys gegen Austria Lustenau erwartet Klose

Altach so weit. Aber: Altach? Das 7000-Einwohner-Dorf liegt unweit des Rheins, der die Grenze zur Schweiz bildet. Den Sportverein Rheindorf Altach gibt es seit 1929, aber erst in diesem Jahrtausend erlangte er überregionale Bedeutung. 2007 stiegen sie erstmals in die deutsche Bundesliga auf.

Historisch gesehen wurde das Vorarlberger Team von Schwarz-Weiss-Briggens sowie dem FC und Austria Lustenau dominiert. Nach 22 Jahren in der zweiten Liga kehrte Österreich in der vergangenen Saison in die Bundesliga zurück. Die viel größere Siedlung liegt nicht weit nördlich des Altaş, Klose kann sich also auf Derby freuen.

In puncto Infrastruktur hat Altach seine heimischen Konkurrenten längst überflügelt. Neben dem Stadion entsteht derzeit ein Jugendcampus, ein modernes professionelles Trainingszentrum ist bereits intakt. „Was hier in den letzten Jahren entstanden ist, darf sich in Europa nicht verstecken“, lobte Adi Hutter bei der Eröffnung 2019.

Bundesliga in Altach: Hütter, Bender und Ailton

Hütter ist der berühmteste Sohn des Vereins. Der spätere Trainer von Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach spielte in seiner Jugend bei Altach und sammelte später hier die wichtigsten Trainererfahrungen. Einer seiner Vorfahren ist auch in Deutschland bekannt: Manfred Bender, ein ehemaliger Spieler des FC Bayern München. Doch Erfolge erzielte er nicht, weshalb Bender 2008 schnell wieder abreiste.

Noch prominenter wurde er wenig später, als er den ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig Altach nach Vorarlberg führte: Ailton. Offenbar hat der sogenannte Kugelblitz aus Brasilien erst auf der Position am Schnabelholz begriffen, worauf er sich eingelassen hat. Er klagte nach seinem enttäuschenden Start: „Für mich ist das keine Profimannschaft, kein Profifußball.“ Anschließend erzielte er in elf weiteren Spielen sieben weitere Tore, bevor er seine Europatournee mit Metalurh Donetsk fortsetzte.

Kloses neuer Co-Trainer spielte einst für den FC Bayern München

Schon bald musste sich Altach mit Klubs auf diesem Niveau auseinandersetzen, scheiterte aber bei den Europa-League-Abenteuern 2015 und 2017 in der Qualifikation. Seitdem ist es ein Abstiegskampf, der in der vergangenen Saison von Trainer Ludovic Magnin (ehemals VFB Stuttgart und Werder Bremen) erfolgreich bewältigt wurde. Louis Ngwat Mahoub fungierte als sein Co-Trainer, und Klose wird in dieser Funktion bleiben.

Der Kameruner kam als Jugendlicher zum FC Bayern München, musste den Verein aber nach nur einer Saison wegen eines falschen Passes verlassen. Vor zehn Jahren kam er als Spieler nach Altach und wollte nie mehr weg. „Ich mag die Ruhe und die Nähe zu den Bergen“, sagte er kürzlich in einem Interview. Spox Und die Tor. „Manchmal gehe ich wandern. Ich war früher schon Snowboarden, aber ich falle immer.“

Dieser Herbst hätte für Mahops neuen Chef zumindest im übertragenen Sinne ein guter Vorwand sein sollen, an die Altach zu ziehen. Im Gegensatz zu einem ganz großen Verein darf Klose in Vorarlberg relativ unbemerkt Fehler machen und Erfahrungen sammeln. Hinfallen, aufstehen, lernen.

„Wir werden nicht anfangen, Luftschlösser zu bauen. Niemand wird von Miro verlangen, dass er jetzt unter die ersten sechs kommt“, sagte Christoph Längle, Geschäftsführer von Altaş, auch mit dem Ziel, eine Mannschaft ohne international bekannte Spieler zu schaffen. „Natürlich habe ich klare Vorstellungen“, erklärte Klose. „Aber es ist auch klar: Ich muss mich anpassen. Ich muss meine Erwartungen ein wenig herunterschrauben.“

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