Willbrook schwimmt zum Weltcup-Silber über 800 Meter

Florian Willbrook gewann Weltmeisterschaftssilber über 800 Meter Freistil. Der Open-Water-Olympiasieger bringt der deutschen Mannschaft die dritte Medaille.

Nach einem spannenden Finalrennen in deutscher Rekordzeit zum Gewinn der WM-Silbermedaille explodierte Florian Willbrook heftig, dann klatschte der Olympiasieger seinem ukrainischen Freund Michilo Romanchuk in die Hände. Der Fluch von mehr als 800 Freispielen wurde gebannt: Erstmals gewann ein Magdeburger auf dieser Distanz auf der Weltbühne eine Medaille – als erster Deutscher in der WM-Geschichte.

„Am Anfang war ich etwas genervt, weil ich Gold verloren habe“, sagte der 24-Jährige, der nach 7:39,63 Minuten hinter Olympiasieger Bobby Fink zurücklag. Wie schon in Tokio flog der Amerikaner über die letzte Landebahn. „Aber mit dem deutschen Rekord bin ich sehr zufrieden. Der 800 hat nicht so funktioniert wie heute.“

Willbrook bescherte der deutschen Nationalmannschaft ihre dritte WM-Medaille – das dritte Silber. „Vielleicht können wir noch eine Farbe aus dem Tank holen“, sagte er lächelnd, „sonst wird es langweilig.“ „Ich freue mich für den Bronzemedaillengewinner Romanchuk, der seit Kriegsbeginn eine Einladung in die Magdeburger Ausbildungsgruppe erhalten hat.“

Und auch in den anderen drei Finals mit deutscher Beteiligung am Mittwochabend war das Podium nicht zu erreichen. Nach einem misslungenen Start wurde Lucas Matzrath Sechster über 50 m Brust. Die 4×100-Meter-Lagenstaffel mit der frischgebackenen Weltmeisterin Anna Elendt wurde Achte – ebenso wie Freistilschwimmerin Isabel Goss über 200 Meter.

Höhepunkt war der ungarische Schwimmstar Kristof Milak, der mit seinem dominanten Finalsieg über 200 m Schmetterling einen Weltrekord (1:50,34) aufstellte und die Zuschauer im Donna-Stadion begeisterte.

FINA-Weltmeisterschaft: Willbrook will über 1500 m gehen

Auch der Magdeburger Teamkollege Lucas Martins, der zum Auftakt der WM mit einer Silbermedaille über 400 m Freistil glänzte, im 800-m-Lauf aber kollabierte und ausschied, stand neben Willbrook auf der Tribüne. „Ich bin ein Befürworter davon und ich beneide Florian nicht“, sagte Martins.

Über 1500 m treten die beiden deutschen Schwimmstars ab Freitag erneut an. Als Titelverteidiger strebt Willbrook ganz klar den ersten Platz an. „Auf meiner Ebene gehst du an den Beckenrand und willst Gold”, sagte er. „Ich muss nicht dastehen und mir die Hosen vollstopfen.”

Dann ist das Wasser für ihn geöffnet, bei den Open-Water-Wettkämpfen am Lupasee Wellbrock startet er mit drei realistischen Siegchancen (Staffel, 5 und 10 km). Um den WM-Marathon zu überstehen, legte Willbrook mehr Wert auf Rumpfausdauer und Regenerationsfähigkeit.

Angeführt wurde es von einer sehr starken Trainingsgruppe mit Märtens und Romantschuk. Der zweimalige Europameister bedankte sich bei der deutschen Nationalmannschaft („Ohne sie wäre ich nicht hier“) und nutzte die WM-Bühne, um auf das Leid zu Hause aufmerksam zu machen. Er wisse, dass “mehr als ein Dutzend konkurrierende Athleten in diesem Krieg starben”. Daher kann er die Meinung mancher, Sport sei unpolitisch, nicht nachvollziehen. “Das stimmt nicht”, sagte der zweifache Olympiasieger aus Tokio, “Sport ist die größte Politik.”

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